Das Ziel dieses E-Learnings ist es, alle, die mit ALS in Kontakt kommen, darüber zu informieren, was ALS bedeutet und wie die verschiedenen Aspekte von ALS in das Gespräch über Palliativpflege eingebracht werden können. Wir wollen sie ihre eigenen Stärken und Grenzen ausloten lassen und ihnen einen Überblick darüber geben, was in der Palliativpflege in verschiedenen Settings möglich ist. Unsere Hoffnung ist, dass dies zu einer höheren Lebensqualität für alle ALS-Patienten bis zum Ende führt.
Über das E-Learning.
Im September 2020 erhielten wir einen Projektaufruf der König-Baudouin-Stiftung und des Marianne & Jean Mechelynck-Fonds für Projekte zur Unterstützung von Fachkräften und Ehrenamtlichen bei der Kommunikation und im Gespräch mit Patienten und ihren Angehörigen über Palliativversorgung. Mit ihrer Unterstützung und in Zusammenarbeit mit allen neuromuskulären Referenzzentren in Belgien haben wir ein zweisprachiges E-Learning für alle Pflegekräfte entwickelt, die ALS-Patienten begleiten. Dabei konzentrierten wir uns auf den Erwerb von Wissen und die Bildung von Einstellungen, die auf einem patientenzentrierten und erfahrungsorientierten Ansatz beruhen.
Mit diesem E-Learning wollen wir das Tabu brechen, das die Palliativversorgung immer noch umgibt. Sie wird heute noch zu sehr mit der Sterbebegleitung assoziiert, was oft dazu führt, dass sich alle Beteiligten von dem wichtigen Gespräch fernhalten. In diesem Zusammenhang hat sich die ALS-Liga bereits in der Vergangenheit für eine Neudefinition hin zur unterstützenden Pflege eingesetzt. Damit sie zugänglicher wird und nicht mehr so sehr mit dem Sterben zu tun hat.
Obwohl sich der Projektaufruf an Fachkräfte richtete, haben wir das E-Learning auch für Patienten und deren Angehörige zugänglich gemacht.
Am 21. Juni 2022, dem Welt-ALS-Tag, kann das E-Learning kostenlos unter e-learning.als.be abgerufen werden.

