08-01-2016
Praktische Tipps bei einem Übergang zu einem elektrischen Rollstuhl
In dem Maße, wie es die Krankheit fordert, wird der Körper von ALS-Patienten immer mehr ermüdet. Notgezwungen schalten diese Menschen um auf einen elektrischen Rollstuhl. Für viele unter ihnen scheint dieser Übergang ein ernst zu nehmendes Hindernis zu sein. Wie gehen da die Patienten und ihre Umgebung am besten heran?
Die Nutzung von elektrischen Hilfsmitteln wird durch Menschen mit ALS fast überall so lang wie möglich verschoben. Ein elektrischer Rollstuhl ist für eine große Anzahl Patienten nämlich ein emotionales Hindernis. Diese Verhaltensweise des Hinausschiebens (Hinausschiebetaktik) kann desaströse Folgen haben. Es kann dazu leiten, dass Menschen mit ALS in soziale Einsamkeit geraten und geliebte Tätigkeiten nicht mehr länger ausüben können. Der Übergang zu einem elektrischen Rollstuhl wird dann unvermeidbar.
Vermeiden Sie den Schmerz des Übergangs.
Deshalb geben wir einige praktische Tipps für einen schnelleren Übergang zu einen elektrischen Rollstuhl:
● Vermeiden Sie den Schmerz des Hinausschiebens. Auch wenn Sie dafür nicht mental bereit sind, wäre es gut für Menschen mit ALS, wenn sie sich für ein Mobilitätshilfsmittel ausmessen lassen würden. Der Vorteil ist, dass das Gerät dann quasi sofort zur Verfügung stehen wird, sobald der Patient dafür bereit ist.
● Das Ausmessen kann durch verschiedene Instanzen durchgeführt werden: Durch einen Ergotherapeut, einen Physiotherapeut oder durch einen (technischen) Spezialisten auf dem Gebiet Rollstühle. Diese Messungen müssen sehr präzise sein, um einen optimalen Komfort dem Benutzer zu gewährleisten. Jedes Einzelmaß ist besonders wichtig: Sitzbreite, Sitztiefe und Sitzhöhe und der Bodenabstand. Der Sitz wird feineingestellt, um leicht in den und aus dem Rollstuhl zu gelangen.
● Bei der Ausmessung sind der Lebensstil und die persönliche Vorlieben des Patienten von großer Bedeutung. Alle Orte wo der Benutzer hinkommt, müssen in Anbetracht gezogen worden. Denken Sie mal an die Größe des Autos, die Einrichtung und die Umgebung der Wohnung, eventuelle Hobbies und an allerlei Umgebungsfaktoren. Menschen, die sich beispielsweise dafür entscheiden, um längere Abstände mit ihrem elektrischen Rollstuhl zurückzulegen, müssen auch über einer Batterie verfügen, die diese Abstände auch ermöglichen kann.
● Rechnen Sie auch mit zukünftigen Bedürfnissen. Rollstühle mit modularen Eigenschaften sind beispielsweise sehr wichtig für Menschen mit progressiven Krankheiten. Je nachdem, wie es die Krankheit fordert, muss es möglich sein, um andere Fußstützen, Positionierungsunterteile und selbst elektronische Bedienungssysteme hinzuzufügen. Das Gerät muss deshalb sich verändern können im Dienst von eventuell verändernden Bedürfnissen.
Innovationen
Sobald Menschen mit ALS über einen elektrischen Rollstuhl verfügen, scheint der Übergang noch gut erträglich zu sein. Eine oft gehörte Bemerkung dieser Menschen ist, dass sie es bereuen, nicht schon eher auf Suche nach einem gleichartigen Rollstuhl gegangen zu sein.
An sich ist das natürlich nicht so verwunderlich. Jeder Tag ohne Mobilität ist nämlich ein verlorener Tag. Mobilität steht zudem als Synonym für den Zugang zur Gesellschaft.
Elektrische Rollstühle haben sich in den vergangenen Jahren auch stark weiterentwickelt.
Sind Sie auf der Suche nach noch mehr Information über elektrische Rollstühle? Kontaktieren sie dann mit Sicherheit die ALS Liga Belgien (ALS Mobility & Digitalk) oder besuchen Sie unsere Webseite aufp www.ALS.be

