Die FAMHP oder Föderale Agentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte warnt vor nicht autorisierten Stammzelltherapien, die online von Anbietern außerhalb der Europäischen Union, insbesondere aus der Türkei wie dem Liv Hospital und You StemCell, angeboten werden. Diese Behandlungen können schwerwiegende Gesundheitsrisiken bergen.
Die Stammzelltherapie ist eine medizinische Behandlung, bei der Stammzellen eingesetzt werden, um beschädigte, erkrankte oder fehlende Zellen im Körper zu ersetzen.
Obwohl Therapien außerhalb der Europäischen Union vielversprechend erscheinen mögen, fehlen ihnen die Qualitäts-, Sicherheits- und Wirksamkeitsgarantien, die die europäische Bewertung bietet. Folglich sind Qualität, Wirksamkeit und insbesondere die Sicherheit dieser Produkte nicht nachgewiesen und können nicht garantiert werden.
Diese Behandlungen können schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen. Es ist unklar, wie die Qualität der verwendeten Produkte gewährleistet wird. Daher sind Patienten nicht nur gesundheitlichen Risiken ausgesetzt, sondern müssen unter Umständen auch mit hohen Kosten und enttäuschenden oder gar schädlichen Ergebnissen rechnen.
Stammzelltherapien, die in Einrichtungen außerhalb der Europäischen Union, häufig in der Türkei wie dem Liv Hospital und You StemCell, durchgeführt werden, werden häufig über Websites und soziale Medien beworben. Dabei werden sie als letzter Ausweg bei schweren Erkrankungen wie Autismus, Zerebralparese, Multipler Sklerose, Alzheimer, Parkinson, Diabetes, Unfruchtbarkeit und Amyotropher Lateralsklerose (ALS) dargestellt. Anbieter behaupten mitunter fälschlicherweise, ihre Stammzelltherapie könne diese Erkrankungen heilen.
Die FAMHP geht gegen das Angebot dieser nicht autorisierten Stammzelltherapien vor und arbeitet eng mit anderen europäischen Gesundheitsbehörden zusammen, um gegen die Anbieter vorzugehen.
Was können Sie selbst tun?
- Lassen Sie sich nicht von attraktiven Online-Werbeanzeigen oder Nachrichten in sozialen Medien irreführen.
- Seien Sie vorsichtig bei Behandlungen, die wundersame Ergebnisse versprechen.
- Besprechen Sie mögliche Behandlungsoptionen immer mit Ihrem behandelnden Arzt.
Belgische Patienten und medizinisches Fachpersonal können Verdachtsfälle über medicrime@fagg.be melden.
Übersetzung: Viviane
Quelle: Website FAGG / FAMHP
